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Migros-Gruppe fördert Bienenprojekte

Der Förderfonds Engagement Migros unterstützt den Aufbau eines passgenauen Weiterbildungsangebots für Imkerinnen und Imker. Der erste Lehrgang zum Imker mit eidgenössischem Fachausweis startet im November 2014. Parallel dazu wird das praktische Wissen zur Bienengesundheit in einem Dokumentationsprojekt erfasst und all jenen zur Verfügung gestellt, die den Lebensraum der Bienen beeinflussen.

Die rund 18’000 Schweizer Bienenhalter gehen der Imkerei überwiegend als Hobby nach, Berufsimker gibt es hierzulande kaum. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Fachwissen der Imker stetig. Nach den Bienenverlusten der letzten Jahre sind Fragen zur Gesundheit und zum Lebensraum der Bienen in den Fokus gerückt. Daneben wird auch die Lebensmittelproduktion immer anspruchsvoller.

Imkerschule Schweiz: Imker mit eidgenössischem Fachausweis
Die Imkerschule Schweiz wird vom VDRB (Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde) aufgebaut. Mit dem neuen Weiterbildungsangebot können Imkerinnen und Imker ihre Fachkenntnisse erstmals umfassend vertiefen. Bisher wurden nach dem Grundkurs nur vereinzelte regionale Kurse angeboten. Der neue, modular aufgebaute Lehrgang vereint Theorie und Praxis und dauert insgesamt 27 Tage, verteilt über drei Jahre. Die Weiterbildung wird mit einem eidgenössischen Fachausweis abgeschlossen. Das Angebot soll das Niveau der Imkerpraxis in der Schweiz steigern und dadurch die Betreuung der Bienenvölker optimieren. Weitere Informationen: Imkerbildung Schweiz

Dokumentationsprojekt Biene: Wissen verfügbar machen
Gleichzeitig ermöglicht Engagement Migros ein Dokumentationsprojekt, welches das praktische Wissen über die Bienengesundheit systematisch erfasst und anwendungsorientiert aufbereitet. In Form von praktischen Tipps wird das Wissen all jenen zur Verfügung gestellt, die durch ihr Verhalten den Lebensraum der Honig- und der Wildbiene unterstützen können: Angesprochen sind neben Bienenhaltern, Gartenbauern, Land- und Forstwirten auch Gemeindeverwaltungen, Betreiber von Sportanlagen und Hobbygärtner. «Honig- und Wildbienen verlieren Lebensraum, finden kein Futter oder werden durch Pestizide vergiftet. Der WWF begleitet deshalb die Migros fachlich bei diesem Dokumentationsprojekt. Wir sehen darin eine Chance, um eine Besserung für die Bienen in der Schweiz zu erreichen», sagt Daniela Hoffmann, Projektleiterin Landwirtschaft und Biodiversität, von WWF Schweiz. Das Projekt wird bis 2016 mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis umgesetzt.