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#collaboratio helvetica: Gemeinsam für eine bessere Welt

Wäre es nicht schön, die Welt wäre ein besserer Ort? Kaum einer wird diese Frage verneinen, doch die Vorstellungen, wie eine schönere Welt auszusehen hätte, können divergieren. Trotzdem hat die UNO diese Frage gestellt, und nach jahrelanger Diskussion erstellte sie im September 2015  eine Liste mit 17 Punkten. Dabei handelt es sich um Ziele zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung - kurz SDGs (Sustainable Development Goals) - auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene. Dazu gehören die Ernährungssicherheit oder Armutsbekämpfung ebenso wie die Gleichstellung der Geschlechter oder Bildung für alle.

Collaboratio helvetica setzt sich nun dafür ein, diese und andere für die Schweiz relevante SDGs wie beispielsweise nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen oder die Bekämpfung des Klimawandels zu erreichen. Dafür will das Pionierprojekt unterschiedliche Akteure an einen Tisch bringen, um gemeinsam mehr zu bewirken. 

Gemeinsame Herangehensweise

Für Stefan Schöbi, Leiter von Engagement Migros, liegt ein grosses Potenzial des Projektes neben dem inhaltlichen Konzept in der strukturellen Stärkung der Schweizer Coworking-Szene, die heute wegen ihrer Heterogenität noch zu wenig als Meinungsträger oder Entwickler fungieren kann. “Wir sind der Meinung, dass grosse gesellschaftliche Herausforderungen am besten gemeinsam angegangen werden sollen”, sagt Schöbi.

Die Idee zu collaboratio helvetica existiert schon länger, doch im Dezember 2016 begann eine Gruppe von Initianten, Nägel mit Köpfen zu machen und gründete einen Verein. Ende Januar 2017 dann wurden Oswald H. König und Nora Wilhelm als Co-Leitungsteam gewählt. Damit war der offizielle Startschuss fürs Projekt gegeben.

Knapp einen Monat nach ihrer Einsetzung luden König und Wilhelm eine erste Gruppe von Akteuren aus der ganzen Schweiz zu einem co-kreativen Workshop. Neben Vertretern der Gründeroganisationen Impact Hub Zürich, Bern und GenfCoworking Switzerland und Think tanks wie foraus, euforia oder Greenbuzz fanden sich auch Vertreter des ARE (Bundesamt für Raumentwicklung) oder dem BAFU (Bundesamt für Umwelt), von economiesuisse oder dem WWF dazu ein. Es galt, Herausforderungen zu benennen, Lösungsvorschläge zu suchen, aber vor allem auch herauszufinden, welche Bedingungen und Bedürfnisse es gibt. Und so heterogen wie die rund 30-köpfige Gruppe war, so unterschiedlich waren auch die Vorstellungen - trotzdem war durchgängig eine grosse Energie und Motivation spürbar, “Es wird auch in Zukunft Reibungen geben”, sagt König, “aber diese sind für Kollaborationen wichtig und gehören dazu. Denn nur so stösst man zum Kern der Sache vor, wo Raum für Kreativität und Neues entstehen kann.”

«Reibungen gehören dazu - nur so stösst man zum Kern der Sache vor.»

Die SDGs der Vereinten Nationen bilden für das Schaffen von collaboratio helvetica den Rahmen, doch wird man den Fokus zunächst auf jene Punkte legen, bei denen in der Schweiz Handlungsbedarf besteht - der Zugang zu nachhaltiger Energie oder ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum etwa. “Es braucht vor allem die Erkenntnis, dass sich etwas verändern soll, damit sich etwas verändern kann”, führt Wilhelm aus. Zur Zeit befindet sich collaboratio helvetica noch in einem Stadium, das König und Wilhelm “Einatmungsphase” nennen: “Wir nehmen alles auf, was da ist, und erarbeiten daraus dann das weiterführende Konzept.” 

Die Website zu collaboratio helvetica ist derzeit in Arbeit und folgt in Kürze.

Weiterführende Links:
Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung